Tests und Erfahrungen von mir
Der Sommer hat viele schöne Seiten – Zecken gehören nicht dazu. Die kleinen Blutsauger übertragen schwere Krankheiten ( u.a. Borreliose und FSME), die Menschen zu Pflegefällen machen können.
Leider können wir nicht mehr so unbeschwert durch die Wälder laufen, wie früher und die Zeckenpopulation drängt immer weiter aus den Waldgebieten in Gärten und Parks vor.
Um sich vor einem Zeckenbiss und schweren gesundheitlichen Folgen zu schützen, sollten Sie folgende Tipps beachten:
1. Verbreitungsgebiete von Zecken
Es gibt Regionen, in denen Zecken vermehrt vorkommen und aggressiver auf Nahrungssuche gehen. Das sind vor allem die südlichen und östlichen Bundesländer mit sehr großen Waldgebieten. Auch Reisende nach Frankreich, Österreich und Italien sollten sich über die Verbreitungsgebiete informieren. Viele genaue und wichtige Informationen gibt die Seite www.zeckenwetter.de, die Verbreitungsgebiete und Zeckenaktivitäten auflistet.
2. Schutz gegen Zecken
Der beste Schutz gegen Zecken ist lange, feste Kleidung. Die Zecken fallen nicht von den Bäumen ( das ist Aberglaube) sondern sitzen im kniehohen Gras – vor allem in lichten, warmem und leicht feuchten Arealen an Bächen und Wegesrändern. Wichtig sind lange Hosen, ein langärmliges Hemd und eine Jacke mit glatter Oberfläche. Tragen Sie geschlossene Schuhe mit hohem Schaft und Socken. Die Ärmel und Hosenbeine können Sie mit Gummibändern fixieren. Helle Kleidung ist ideal, um die dunklen Tiere gut zu erkennen.
3. Zecken mit Chemie fernhalten
Keine Angst vor der Chemiekeule. Mittel mit dem Wirkstoff DET wehren Zecken ab. Der Handel bietet verschiedene Mittel ( z.B. Anti Brumm Zeckenstop) an, die ein 10% - 50% ige Konzentration von DET enthalten. Die Konzentration bezieht sich auf die Wirkdauer, d.h. 50% Konzentration wirken länger als 10%. Bei Kindern besser niederprozentige Sprays 10% verwenden oder alternativ Mittel mit dem Wirkstoff Bayrepel
4. Nachsorge zuhause: Absammeln
Trotz aller Vorsicht kann es zu einem Befall kommen, deshalb sollten Sie die Haut nach jedem Wald/Wiesenspaziergang genau checken. Zecken setzen sich gerne an „weiche“ Hautareal, wie Kniekehlen, Armbeugen, Achseln ( auch Schambereich) oder Haaransatz. Wenn Sie eine Zecken entdecken, bitte nicht abreißen oder mit Öl, Essig oder Alkohol betupfen, denn während die Zecke verendet, gibt sie weiter Krankheitserreger ab. Kaufen Sie eine Zeckenzange für Ihren Haushalt. Diese Zangen ( Anleitung liegt bei) kosten um 5 Euro in Apotheken oder im Fachhandel. Damit entfernen Sie die Zecke schnell und sicher.
5. Bei Symptomen zum Arzt
Beobachten Sie die Einstichstelle. Bemerken Sie Rötungen oder Veränderungen oder Symptome, die einer Grippe ähneln (Gelenkschmerzen, Fieber), muss der Arzt auf Borrelien testen und Sie mit Antibiotika versorgen. Für Bewohner Jäger, Waldarbeiter und Förster wird in Risikogebieten eine Impfung gegen FSME angeboten, gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Es gibt in den Apotheken aber Borreliosen- Schnelltests, die Sie selbst durchführen und dem Arzt vorlegen können.