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Neue Regeln im Versandhandel

Bisher war online shoppen sehr einfach: aussuchen, bestellen – und wenn etwas nicht gefällt oder passt, einfach kostenfrei zurückschicken (Warenwert >40 €). Genauso funktionierte das Shopping in Katalogen der großen und kleinen Versandhändler. Die Flut von Retouren kostet den Handel Millionen und steht oft nicht im verhältnis zu den realen Käufen. Oft werden Waren nur mal „zum Ansehen“ bestellt. Besonders oft bestellen Kunden Mode, Schmuck und Schuhe in mehreren Größen und Farben und schicken das Gros der Bestellung dann zurück.

 

Die EU schiebt dieser Bestellweise jetzt einen Rigel vor und führt ab dem 13. Juni 2014 neue Regeln für den Versandhandel ein.

Die neuen Regeln betreffen vor allem die Retouren und Rücckzahlungen.

Bisher hatten Händler bei Retouren bis zu 30 Tage Zeit, das geld an die Kunden zurückzugeben. Jetzt müssen die Gelder für Retoruen bereits innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden.

Bei Retouren kann es für die Kunden jetzt teuer werden. Die allgemeine Rückgabefrist beträgt einheitlich 14 Tage.

 

Will der Kunde Waren zurückgeben, muss er jetzt einen schriftlichen Widerspruch (Vordruck, Email, Post) vor der Rücksendung einreichen. Die Händler stellen dazu genormte Vordrucke auf ihre Seiten, die online ausgefüllt werden können. Erst danach erfolgt die Rückgabe der unerwünschten Waren. Diese Rücksendung ist ab dem 13. Juni kostenpflichtig für den Kunden.

 

Damit die Bestellungen nicht einbrechen, bieten viele große Händler – Otto, Amazon – auch weiterhin die kostenfreie Rückgabe an – aus Kulanz wohlgemerkt. Trotzdem ist es jetzt noch wichtiger, die AGB der Shops zu lesen, um festzustellen, was die Rückgabe der Waren kosten kann. Besonders teuer wird es wohl bei Speditionsgütern. Also besser zweimal hinschauen - am 13. Juni geht es los.

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