Tests und Erfahrungen von mir
Seit der Gesundheitsreform 2005 zahlen die Krankenkassen für Zahnersatz nur noch Festzuschüsse. Alle Leistungen, die über diesen Zuschuss hinausgehen, müssen vom Patienten getragen werden – und das kann teuer werden.
Mit dem Inkrafttreten der Reform haben die privaten Krankenversicherungen immer mehr Zahnzusatzversicherungen auf den Markt gebracht. Kunden können unter rund 190 Tarifen wählen. Ein wahrer Dschungel aus Angeboten, Ausschlüssen und Klauseln, in dem man sich schnell verirren kann. Trotzdem schließen immer mehr Deutsche eine Zahnzusatzversicherung ab, um den Kostenschock bei einem drohenden Zahnersatz abzumildern.
Die Zeitschrift Finanztest ist der Frage nachgegangen, für wen sich eine Zahnersatzversicherung lohnt und hat sich die gängigen Tarife anhand eines Modellkunden im Alter von 43 Jahren angesehen.
Dabei fällt auf, dass einige Versicherer die Zahnzusatztarife als Art Lebensversicherung angelegt haben und damit altersabhängige Beitragssteigungen ausschließen. Der Großteil der Tarife ist allerdings an die Sachversicherung angelehnt. Dort steigen die Beiträge mit dem Alter deutlich an.
Die Leistungen, Begrenzungen, Ausschlüsse und Wartezeiten variieren stark,sodass die Kunden die Erwartungen an den Zahntarif deutlich formulieren müssen.
Die Beiträge für den Modellkunden schwanken zwischen 7 und 42 Euro pro Monat – je nachdem, wie viel Leistung und Absicherung enthalten sein soll.
Fazit: Vor dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung steht umfassende Information. Am besten suchen Sie das Gespräch mit einem Versicherungsmakler, der viele Versicherungsgesellschaften anbietet und die Tarife direkt gegenüberstellen kann. Online Tarife sind meist günstiger. Vergleichen können Sie auch im Internet, z.B. auf www.comfortplan.de
Wenn Sie Ihre Zähne versichern möchten, dann in jungem Alter und möglichst früh, denn ist das Gebiss bereits defekt, drohen Ausschlüsse oder Beitragserhöhungen.
Wer sehr wenig verdient ( unter 1.000 Euro Netto) kann erst einmal bei der Krankenkasse nach Zuschüssen fragen. Nicht abwimmeln lassen,denn bei sogenannten Härtefällen sind die Zuschüsse höher oder die Versorgung wird komplett übernommen.