Tests und Erfahrungen von mir
Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste und wenn man daran denkt, dass ein Großteil der Jugendlichen bereits mit Gewichtsproblemen zu kämpfen hat, gilt dies ganz besonders für die Ernährung und das, was so im Kühlschrank liegt.
Die Lebensmittelproduzenten bieten seit geraumer Zeit spezielle Kindernahrungsmittel an. Ein gutes Beispiel dafür ist die kindgerechte Wurst, aber auch Früchteriegel oder Milchdesserts werben mit lustigen Verpackungen und kleinen Beigaben.
Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 09/2012 verschiedene Kinderlebensmittel unter die Lupe genommen, wobei der Schwerpunkt auf Milch- und Wurstprodukten lag. Das ist kein Wunder, werden doch jährlich etwa 165 Millionen Euro für Kinderjoghurt oder -quark ausgegeben. Die Hersteller freuen sich, da Kinderprodukte etwas teurer sind als herkömmliche.
Um es kurz zu machen: Sie können sich diese Ausgaben für Kinderlebensmittel ersparen. Der Großteil der getesteten Waren ist teuer, die Inhaltsstoffe sind nur in geringem Umfang auf Kinder abgestimmt. Nehmen wir als Beispiel die Behauptung, dass Kindermilch gesünder als Kuhmilch wäre. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat getestet und 15 Produkte beanstandet, da sie nicht an die Bedürfnisse von kleinen Kindern angepasst worden waren. Das bedeutet also, dass Kinderlebensmittel in Wahrheit nicht gesünder sind, im Gegenteil, sie sind oft zu süß, zu fett oder zu salzig. Wenn wir Kinderjoghurt genauer betrachten, enthalten 100 Gramm umgerechnet vier Stück Würfelzucker. Der Fruchtanteil liegt im Promillebereich, dafür sind natürliche Aromen im Überfluss vorhanden.
Kinderwurst beinhaltet beispielsweise bis zu 35 Prozent Fett wenn Sie Ihrem Kind etwas Gutes tun möchten, dann kaufen Sie magere Putenbrust oder Kochschinken. Sie können diese Speisen ja optisch aufbereiten, indem Sie sie mit Plätzchenformen ausstechen. So hat das Kind seinen Spaß, und Ihr Haushaltsbudget wird entlastet.