Zwei von drei Haushalten haben mittlerweile einen Internetanschluss und gehen regelmäßig mit ihrem PC ins World Wide Web. Das Surfen im Netz ist nicht ganz ungefährlich - Viren und Trojaner verstecken sich oftmals unerkannt in E-Mails, auf Internetseiten oder in Dateianhängen. Einen wirksamen Schutz gegen die Bedrohungen aus dem WWW bieten viele Anbieter. Die Stiftung Warentest hat die Programme der Hersteller getestet - 13 kostenpflichtige Sicherheitspakete und vier kostenlose Virenschutzprogramme. Das Fazit der Tester: Ein wirksamer Schutz ist für kleines Geld möglich.
Die Funktionsweise der Software
Zum Schutz des Rechners gibt es unterschiedliche Schutzprogramme, sogenannte Wächter und Scanner. Der Wächter agiert wie ein Türsteher und überwacht alle Dateien, die aktuell vom System genutzt werden. Findet er eine verdächtige Datei, schlägt er Alarm. Der Scanner hingegen durchsucht die Festplatte nach eventuellen Schädlingen, die bereits auf den PC gelangen sind. Für einen optimalen Schutz sollten beide Schutzmechanismen genutzt werden. Für ein hohes Maß an Sicherheit ist eine regelmäßige Aktualisierung der Programme unerlässlich. Selbst das beste Programm hat einen geringen Nutzen, wenn es nicht auf dem neusten Stand ist.
Der unauffällige Schutz
Im Versuch der Stiftung Warentest zeigt sich, dass einige Sicherheitspakete zwar gut schützen, aber viel Rechenleistung in Anspruch nehmen. Für ältere Computer sind Programme wie G Data InternetSecurity 2011 oder F-Secure Internet Security 2011 daher nicht geeignet. Schade eigentlich, da die Anwendung von G Data immerhin den besten Virenschutz aller Prüflinge im Test bot. Sowohl Wächter als auch Dateiscanner arbeiten gut, und die Reaktionszeit bei neuen Schädlingen ist unerreicht. Selbst der Testsieger, die Internet Security 2011 von BitDefender, belastet den PC enorm, punktet hingegen aber für einen guten Virenschutz und der besten Handhabung im Test. Das beste Sicherheitspaket ist unnötig, wenn der Anwender es nicht einstellen kann.
Sicherheitspakete: Im Preis kaum Unterschiede
Die Sicherheitspakte bieten den umfangreichsten Schutz, sind allerdings kostenpflichtig. Liegt einem die Sicherheit der eigenen Daten am Herzen, müssen rund 40 Euro pro Jahr gezahlt werden. So viel kostet der umfangreiche Schutz der besten drei Pakete. Abgeschlagen auf dem letzten Platz landete die Agnitum Outpost Pro Security Suite. Nur die Note "Mangelhaft" für schlechten Virenschutz und einer umständlichen Bedienung. Mit 60 Euro ist das Paket sogar das teuerste Programm im Test.
Virenschutzprogramme: Kostenlos und gut
Einen ausreichenden Schutz vor Bedrohungen aus dem Netz bieten die vier geprüften Virenschutzprogramme im Vergleich der Stiftung Warentest. Avira AntiVir Personal, eine Art "Light-Version" der empfehlenswerten Avira Premium Security Suite, liefert in allen Punkten die besten Resultate. Die Rechnerbelastung ist gering, die Handhabung dank nützlicher Hilfefunktion leicht. Auf den hinteren Plätzen landen die AVG Anti-Virus Free Edition 2011, Avast! Free Antivirus und Microsoft Security Essentials, die alle ihre Schwächen besitzen.
Firewall bei Windows 7 ausreichend
Eine Firewall benötigen Nutzer vom aktuellsten Betriebssystem Windows 7 nicht zusätzlich. Die integrierte Firewall schneidet zwar nur befriedigend ab, aber immerhin noch besser als die gleiche Funktion bei den kostenpflichtigen Sicherheitspakten. Greift man dennoch auf eine andere Firewall zurück, entstehen dadurch eher größere Gefahren für den PC. Der Tipp der Tester: Beim Kauf eines Sicherheitspakets lieber auf die Firewall verzichten, einige Programme werden dadurch bis zu 50 Prozent günstiger.
Fazit: Ordentlicher Schutz kostenlos
Das beste Sicherheitspaket ist laut Stiftung Warentest BitDefender Internet Security 2011. Das Programm liefert das beste Gesamtpaket, gehört mit 40 Euro zu den günstigsten Angeboten im Test. Mehr Geld für ein Sicherheitspaket auszugeben ist nicht notwendig.
Für einen ordentlichen Schutz des Computers reicht ein kostenloses Antivirenprogramm in Verbindung mit der Firewall von Mircosofts Windows 7. Damit der Rechner jederzeit optimal geschützt ist, ist eine regelmäßige Aktualisierung der Software notwendig. Eine ständige Internetverbindung ist also Voraussetzung für einen optimalen Schutz der eigenen Dateien.