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Tests und Erfahrungen von mir

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Mietwagen mit Winterreifen - die Kosten im Schnelltest der Stiftung Warentest

Zur Kasse gebeten
Während in Deutschland der erste Schnee des Jahres bereits weite Teile des Landes bedeckte, brachte die Bundesregierung ein neues Gesetz auf dem Weg - die sogenannte Winterreifenpflicht. Seit
Anfang Dezember 2010 müssen alle Kraftfahrzeuge, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, mit den passenden Pneus ausgestattet sein. Diese Regelung trifft nicht nur auf Fahrern von Pkws, sondern
auch auf Bus-, LKW- und Motorradfahrer zu. Von der neuen Vorschrift profitieren nicht nur die Reifenhersteller und die Werkstätten. Wie die Stiftung Warentest in einem aktuellen Schnelltest zeigt,
verdienen auch die Mietwagenfirmen sehr gut daran.

Keine generelle Pflicht
Auch wenn umgangssprachlich von der sogenannten Winterreifenpflicht gesprochen wird, in neuem Gesetzestext fehlt sowohl der Begriff Winterreifen als auch ein vorgeschriebener Zeitraum für dessen
Nutzung. Die Autovermietungen sind daher nicht verpflichtet, ihre Fahrzeuge mit den sogenannten M+S Reifen auszustatten. Vielmehr muss der Fahrer, zugleich meist auch der Mieter des Wagens, für ein
"den Straßenverhältnissen angepasstes Fahrzeug" sorgen. Winterreifen sind Extras, die sich die Anbieter von Mietwagen ordentlich bezahlen lassen.

Alle schlagen zu
Keiner der von der Stiftung Warentest geprüften Anbieter verzichtet auf zusätzliche Kosten für M+S Reifen, dennoch gibt es große Unterschiede bei den Kosten. I
m Test wurde eine Golf VI Limousine für ein Wochenende angemietet. Die Extra-Kosten für die Winterreifen betrugen bei Sixt ganze 58 € und damit 40 Prozent des eigentlichen Mietpreises von 145
Euro.
Dass auch der Ort der Anmietung für unterschiedliche Kosten bei Sixt verantwortlich sein kann, stellte die Stiftung Warentest am Flughafen Berlin Tegel fest. Für dieselben Konditionen wurden dort
insgesamt 25 Euro mehr verlangt.

Als nicht viel günstiger stellten sich die Angebote von Avis und Hertz heraus, die immer noch 50 bzw. 45 Euro für die Winterreifen verlangten. Als günstigster Anbieter im Test konnte Europcar auf
sich aufmerksam machen, die Kosten für die Miete betrugen 159 Euro, für die Winterreifen allein 40 Euro. Lediglich 35 Euro und damit die Autovermietung mit den geringsten Zusatzkosten für
Winterreifen war Easycar. Leider verlangte dieser Anbieter aber auch den höchsten Mietpreis und war damit in etwa genauso teuer wie Avis.

Gut zu wissen
Die Autovermietung dürfen die zusätzlichen Kosten auch erheben, wenn Wagen der Fahrzeugflotte ohnehin mit Glanzjahresreifen ausgestattet sind. Nach Angaben des ADAC sind fast 80 Prozent aller
Mietwagen für den Einsatz bei Schnee und Glätte ausgerüstet.

Kunden, die zur kalten Jahreszeit einen Mietwagen benötigen, sollten Winterreifen schon bei der Reservierung wählen. Wird der Wagen dennoch mit Sommerreifen ausgestattet, kann der Mieter noch vor
Ort vom Mietvertrag zurücktreten.

Fazit
Auf Winterreifen sollte trotz der hohen Kosten kein Mieter verzichten. Als Fahrer ist er allein für eventuelle Schäden durch die Nutzung falscher Reifen verantwortlich.
Kommt es zu einem Unfall aufgrund der Wetterlage, so kann die Autovermietung ihn für die entstandenen Schäden haftend machen. In diesem Fall handelt der Fahrer groß fahrlässig und die Schäden
werden auch nicht durch eine eventuelle Kaskoversicherung abgedeckt.

Die Extra-Kosten sind zwar extrem ärgerlich, müssen aber hingenommen werden. In diesem Fall muss der Mieter in den sauren Apfel beißen. Die Sicherheit der eigenen Person und der Fahrzeuginsassen
sollte immer höher gestellt werden.

Autor: Nordlicht
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