Damit der Winterurlaub zum Erfolg wird, muss man als Autofahrer schon bei der Anreise ins Skigebiet zahlreiche Änderungen beachten, die mit Jahresbeginn in Kraft getreten sind:
Winterreifenpflicht: Diese gilt seit Winter 2010/2011. Fährt man dennoch mit Sommerreifen, so wird ein Bußgeld von 40 Euro fällig, wenn man erwischt wird. Gefährdet man jemanden,
so sind sogar 80
Euro als Strafe zu bezahlen. Winterreifen sind entweder mit M + S (Matsch + Schnee) oder einer Schneeflocke gekennzeichnet, das Profil muss noch mindestens 1,6 mm stark sein, der ADAC empfiehlt
sogar 4 mm.
Verkehrsstrafen: Strafzettel aus dem EU-Ausland können nun auch nach Deutschland nachgeschickt und eingetrieben werden, unter der Voraussetzung, dass das Bußgeld und die
Verfahrenskosten mindestens
70 Euro betragen. Da aufgrund dieser EU-weiten Regelung in einzelnen Staaten die Verkehrsstrafen auch entsprechend erhöht wurden (z.B. in Österreich), sollte man unbedingt auf die geltenden
Geschwindigkeitsbeschränkungen bzw. Parkverbote achten, um finanzielle Spätfolgen eines Auslandsaufenthaltes zu vermeiden.
Biosprit: 2011 kommt eine neue Spritvariante auf den Markt. Der Kraftstoff heißt E10, wobei das E für Ethanol und die 10 für 10 Prozent steht. Damit soll der CO2-Ausstoß verringert
und dem
Umweltgedanken Rechnung getragen werden. Es gibt von den Fahrzeugherstellern Listen, aus denen ersichtlich ist, welche Fahrzeug für E10 geeignet ist und welches nicht. Leider sind die
E10-Normen
europaweit noch nicht einheitlich, daher sollte vom Tanken dieses Treibstoffs im Ausland Abstand genommen werden.
Vor dem Antritt des Winterurlaubes sollte man auch überprüfen, ob die Alpenpässe frei befahrbar oder gesperrt sind. Diese werden - je nach Wetter- und Lawinensituation - für den
öffentlichen
Verkehr freigegeben oder nicht. Genaue Informationen darüber findet man auf der Homepage des ADAC oder seines österreichischen Pendants, dem ÖAMTC. Man sollte auch daran denken, Schneeketten
mitzuführen, um die Reise gut und sicher bewältigen zu können. Das Anlegen sollte aber vorher auf dem Trockenen geübt werden, um dann nicht bei Kälte, Schneefall und mitten im Verkehr "learning
bei
doing" betreiben zu müssen.
Ist man dann am Urlaubsort angelangt, kann man sich ganz dem Wintersport widmen, aber auch hier gibt es einige Ausrüstungsgegenstände, die für zusätzliche Sicherheit sorgen können:
So ist es unbedingt empfehlenswert, einen Skihelm zu tragen. In Italien und Slowenien gibt es sogar für Kinder unter 14 Jahren eine Helmpflicht, in Österreich in
manchen Bundesländern bis zu einem
Alter von 15 Jahren.
Auch Skifahrer, die nicht schnell oder viel fahren, sollten einen Skihelm tragen, denn man muss ja nicht selber der Verursacher eines Unfalles sein, auch bei einer unverschuldeten Kollision
kann
der Helm im wahrsten Sinne des Wortes Leben retten.
Gute Skihelme gibt es im Fachhandel ab ca. 100 Euro. Auch die Stiftung Warentest hat Skihelme getestet und sechs Modelle als "gut" befunden. Den Test findet man in der Ausgabe 12/2009.
Um die optimale Sicht beim Skifahren zu gewährleisten, gehören Skibrillen ebenfalls zur Grundausstattung für jeden Skifahrer oder Snowboarder. Wichtig sind hier
der gute Sitz und die Passform, vor
allem dann, wenn man Brillenträger ist. Auch Skibrillen wurden von der Stiftung Warentest bewertet, die ganz aktuellen Ergebnisse findet man in der Zeitschrift 01/2011.
Man sollte auch nicht vergessen, dass der Wintersport oft eine große körperliche Belastung darstellt, die man nicht gewohnt ist. Daher sollte man - wenn man schon das ganze Jahr über sonst
keinen
Sport ausübt- vor der ersten Abfahrt am Morgen Aufwärmübungen machen, um die Bänder zu dehnen und die Beweglichkeit zu erhöhen. Es wäre natürlich ganz optimal, wenn man schon vor dem
Winterurlaub
regelmäßig Skigymnastik machen würde, um den Körper auf die kommenden Belastungen einzustimmen. Die häufigsten Verletzungen bei Skifahrern sind übrigens Knie-, Schulter- oder
Oberarmverletzungen,
und diese Bereiche lassen sich gezielt trainieren, um den Anforderungen beim Skifahren oder Snowboarden auch gerecht werden zu können.
Autor: Bruce_2345