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Tests und Erfahrungen von mir

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Flugvermittler im Internet - Nur scheinbar komfortabler

Wer verreisen möchte, wählt dafür immer öfter das Flugzeug. Nicht nur internationale, sondern auch innerdeutsche Flüge sind oftmals günstiger als andere Transportmöglichkeiten - wenn man bei der Buchung nicht auf die schwarzen Schafe hineinfällt. Im Internet gibt es haufenweise sogenannter Flugvermittler, die aus einer Vielzahl von Airlines das günstigste Angebot herausfiltern. Kunden, die nun ein enormes Sparpotenzial wittern, sind da allerdings auf der falschen Fährte. Wie die Stiftung Warentest zeigt, arbeiten die Anbieter mit versteckten Kosten, unübersichtlichen Preisen und von der EU untersagten Tricks.

Pro Fluggesellschaft
Im Test wurden verschiedene Anbieter wie flug24.de, fluege.de oder Cheapfares genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Tester ist deutlich: Auf der Suche nach günstigen Flügen sollte der Fluggast grundsätzlich direkt bei der Airline buchen. In einem Beispiel lagen die Kosten für eine Buchung bei der Fluggesellschaft bis zu 50 Euro unter dem Angebot eines Flugvermittlers. Der Grund für die höheren Kosten sind zusätzliche Gebühren, eingestellte Servicepauschalen und unübersichtliche Bestellvorgänge. Und noch eine Fehlerquelle birgt sich bei den Flugvermittlern. Die Preise bei der Online-Buchung sind nicht bindend. Ist ein Kontinent an preiswerten Karten vergriffen, werden den Kunden teurere Flugtickets verkauft. Ersichtlich wird das erst im letzten Bestellvorgang.

Von Servicegebühren und Reiseversicherungen
Seit 2008 dürfen Airlines in der EU die Reiseversicherung nicht mehr automatisch anbieten, bei den Flugvermittlern sieht das anderes aus. Für den Kunden nicht ersichtlich, ist im Endpreis für den Flug die Reiseversicherung stets mit inbegriffen. Erst spät im Bestellvorgang kann die Versicherung abgewählt werden, je nach Strecke können dadurch variierende Kosten von über zehn Euro eingespart werden.
Flugvermittler agieren als ein Vermittlungsbüro, der Kunde bucht direkt über das Portal den gewünschten Flug. Die Anbieter lassen sich diesen Service, den der Kunde anderswo im Web kostenlos bekommt, teuer bezahlen. Cheapfares verlangt pauschal 12 Euro pro Ticket, andere Vermittler staffeln ihre Preise nach Fluglänge. Grundsätzlich beträgt die Servicegebühr aber mindestens 20 Euro, auch für Kurzstreckenflüge.

Versteckte Kosten im Gepäck
Ein günstiges Angebot der Flugvermittler wird fast immer teurer als angezeigt. Was viele Kunden nicht berücksichtigen, sind die zusätzlichen Kosten für das Gepäck. Bei den sogenannten Billigfliegern kommen immer weiter Gebühren für den Koffer hinzu, eine Bezahlung direkt am Schalter ist zudem teurer im Internet.
Richtig teuer wird es bei unerwarteten Terminen oder gesundheitlichen Problemen - eine Stornierung oder eine Umbuchung wird doppelt teuer. Nicht nur beim Flugvermittler, sondern auch bei der Fluggesellschaft muss der Kunden in diesem Fall Gebühren zahlen. Die Preise der Vermittler liegen bei 30 bis 50 Euro - pro Ticket. Ähnliche Gebühren werden bei fehlender Kontodeckung fällig.

Wie man wirklich günstig fliegt
Wer wirklich preiswert an das Ziel kommen möchte, sollte laut Stiftung Warentest direkt bei der Fluggesellschaft buchen. Die Airlines zeigen immer den aktuellen und endgültigen Preis an, doppelte Gebühren und Pauschalen bleiben erspart. Auf der Suche nach einem günstigen Flug sollte man eine Flugsuchmaschine nutzen. Solche Anbieter hat die Stiftung Warentest bereits im letzten Jahr geprüft - mit einem sehr guten Ergebnis. Ist ein günstiges Angebot gefunden, kann man dieses direkt bei der Airline buchen. Flugvermittler sind, auch wenn sie mit prominenten Stars werben, mit ihrer aktuellen Gebühren- und Kostentabelle nicht zu empfehlen.
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