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Tests und Erfahrungen von mir

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Der neue Personalausweis: zwischen Theorie und Praxis

Der schicke und handliche Personalausweis im Scheckkartenformat - dank vielseitiger Funktionen soll er den Alltag für Bundesbürger deutlich einfacher machen. Um in die schöne, neue Welt des Ausweises einzutauchen, muss man ihn zunächst beim Bürgeramt beantragen. Antragsteller werden vor Ort über die neuen Möglichkeiten informiert, insofern sie den komplizierten Informationen folgen können. Was sich in der Theorie schwierig anhört, soll in der Praxis kinderleicht sein. Die Stiftung Warentest überprüfte den neuen Personalausweis, unter die Lupe wurde die Online-Funktion eID genommen.

Fehlerhafte Software
Dank der Funktion eID können Bürger ihre persönlichen Daten mittels Kartenleser und AusweissApp an Behörden und registrierte Unternehmen übermitteln. Ohne die AusweissApp ist das nicht möglich, leider macht dieses Programm im Test die größten Schwierigkeiten. Anwendungen, die im Hintergrund laufen, behindern die App enorm. Sie meldet Verbindungsfehler, reagiert nicht mehr auf Eingaben und senden ständig Fehlermeldungen. Ein großes Ärgernis sind zudem Probleme, die aus heiterem Himmel kommen. Grundlos meldet die Software zu viele Fehlversuche bei der Eingabe der Geheimnummern, obwohl die Tester noch keine Eingabe getätigt haben. Eine funktionierende Anwendung sieht anders aus.

Undurchsichtige Software
Ein Grund für die häufigen Probleme stellen sogenannte Cookies dar, die auf dem Rechner des Nutzers gespeichert werden. Sie dienen zur Identifikation, ohne Cookies geht gar nichts. Zum eigenen Schutz sind die Datenpakte bei vielen Anwendern im Browser gesperrt, erst nach Aktivierung arbeitet das Programm etwas besser. Wird der Cookie-Speicher entleert, treten erneut Schwierigkeiten auf. Einen Hinweis auf dieses Problem liefert weder die AusweissApp noch das Kompetenzzentrum neuer Personalausweis, das dafür eigentlich verantwortlich ist.

Kaum Anwendungsmöglichkeiten
Nicht nur die Nutzung lässt zu wünschen übrig, auch die Zahl der möglichen Anbieter ist begrenzt. Weniger als 20 Institutionen oder Unternehmen haben den Service der "eID" bisher in ihr System eingebunden - dabei ist der neue Ausweis bereits seit rund sechs Monaten verfügbar. Für die Anbieter ist der Aufwand schlichtweg zu hoch. Für die technische Einbindung der "eID" benötigen selbst erfahrende Techniker mehrere Wochen - das kostet den Unternehmen sehr viel Geld. Unter den Anbietern befinden sich momentan die Arbeitsagentur, die Schufa und die Deutsche Rentenversicherung Bund. Nach erfolgreicher Anmeldung können Nutzer Daten überprüfen oder Fragen stellen.

Fazit von Stiftung Warentest: Enttäuschendes Ergebnis
Eigentlich sollte die "eID" Geschäfte im Internet einfacher machen - das Gegenteil ist der Fall. Ein anfälliges Programm und kaum Nutzungsmöglichkeiten zeigen die Grenzen auf, die der neuen Funktion noch gesetzt sind. In der aktuellen Form ist die "eID" bedingt empfehlenswert. Abhilfe kann die neue Version der AusweissApp liefern, die Ende 2011 erscheinen soll.
Autor: Nordlicht
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